Überbauung Postplatz Zug

Inmitten des historischen Zentrums der Stadt Zug wird einen Neubau gesetzt, der in seinen Proportionen und seiner optischen Gestaltung unaufdringlich neben Regierungsgebäude und historischem Postgebäude steht. Entlang der Strasse nimmt das hohe Sockelgeschoss Bezug auf die benachbarten Häuser und führt die klassische Gliederung der Bauten fort, ohne optisch eine direkte Konkurrenz zu Hauptpost zu werden. Mit der präzise detaillierten Natursteinfassade sowie dem massstabsgerechten Versprung zwischen Vorder- und Hinterhaus fügt sich das Gebäude harmonisch in die umgebende Bebauung ein.

Der vordere Teil des Neubaus erreicht mit Sockel und den drei Obergeschossen etwa die Traufhöhe des Nachbarn. Nach hinten versetzt und zu den Bahngleisen orientiert, wird das Gebäude um weitere vier Geschosse erhöht. So wird der Postplatz zwischen Alt- und Neubau neu gefasst, es entstehen ortstypische öffentliche Aussenräume und die Ostfassade der Hauptpost wird wieder erlebbar.
Der hintere Teil des Neubaus, ein insgesamt achtgeschossiger Wohnungsbau, ist eher zurückhaltend gestaltet. Die Erdgeschossräume sind als Büro- und Gewerbeflächen ausgelegt, in den Etagen werden Wohnungen zwischen 1.5 und 4.5 Zimmern zur Miete angeboten.

Mit der Eröffnung des grossen Parkhauses konnte der Postplatz von den Parkplätzen befreit werden, eine Neugestaltung zu einem autofreien öffentlichen Raum wurde so ermöglicht. Zudem nehmen die vier Untergeschosse, die im Grundwasser in Deckelbauweise errichtet wurden, auch Lagerflächen für zum Beispiel die benachbarte Post auf.

Bauherrschaft: Immobilien Zug AG
Fertigstellung: 2018
Auftragsart: Direktauftrag